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 BERICHTE
Abschlussbericht
Independence Day und letzter Schultag
Mayapur und Jaipur
Geschichten aus der Schule
TEDx Kundapur und Hochzeit
Nordindien-Trip, Teil 3
Nordindien-Trip, Teil 2
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Letzter Schultag vor den Ferien
Bombay
Neues Zimmer-Neues Fahrrad-Neue Art zu Feiern
Ravi lernt seine indische Familie kennen
Schulausflug
Ein typischer Tag (3 Monatsbericht)
Wie lebt man eigentlich in...
Südindien-Trip
Tent School und Faber-Castell Kinderfonds
Die erste Woche im Projekt
Orientation Week
Durch den Monsun
Anreise
1 Woche bis Abflug
Vorbereitung in Deutschland

ANREISE
 

Hallo, jetzt bin ich in Indien angekommen. Sehr intensiv und voller Abenteuer begann die Reise...

Der Flug verlief gut und da die Strecke von London nach Bangalore nicht ausgebucht war, hatte ich einige Sitze für mich alleine und konnte gut schlafen. Angekommen in Bangalore nachts um 4 Uhr machte sich unsere kleine Gruppe von Freiwilligen auf die Suche nach den "Meru" Taxis, welche angeblich gleiche Preise auch für Ausländer verlangen.

Auto fahren, oder generell sich in einer Art motorisiert fort bewegen, entwickelte sich, und ist in Indien ein kleines Abenteuer. Die drei Taxis fuhren scheinbar um die Wette, um im letzten Moment noch immer gerade so entgegenkommenden Fahrzeugen auszuweichen. Angekommen im Hotel in Bangalore, einem Masala Dosa (gut gewürzter Reisfladen) später, und geduscht, stiegen wir Abends in den Bus um die 400km Strecke von Bangalore nach Kundapur zurückzulegen.

Der Trip sollte angeblich 10 Studen dauern, aus denen am Ende 16 wurden. Schön war, dass wir einen "Sleeper Bus" hatten und es so eine kleine Schlafkoje gab. Thomas, der Freiwillige mit dem ich jetzt zusammen wohne, und ich schauten noch eine Weile aus dem Fenster, bis wir völlig geschafft von den ersten Eindrücken einschliefen.

...Ich wache auf, draußen geht gerade die Sonne auf, die durch eine dicke Wolkenschicht kaum sichtbar ist. Ich schaue raus und denke ich bin im Dschungel. Noch immer liege im Sleeper und schiebe das Fenster auf. Es regnet in Strömen. Der Bus windet sich über die, nach vier Monaten völlig aufgeweichten, Sandstraßen. Der Straßenrand ist gesäumt von Kokospalmen, und der Bus ruckelt wehement, währen er sich von Schlagloch zu Schlagloch kämpft, um immer, noch im letzten Moment, entgegenkommenden Lastern, Busen oder Rikshas auszuweichen. Auch wenn linksverkehr herrscht, man fährt da, wo die Straßenverhältnisse noch am besten sind. Der größere hat Vorfahrt, alles andere wird "aus der Bahn gehupt".

Nach gut 48 Stunden Reise erreichten wir endlich Kundapur, wo wir von einem Betreuer von FSL India abgeholt, und dann von der Gastfamilie empfangen wurden.