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Abschlussbericht
Independence Day und letzter Schultag
Mayapur und Jaipur
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TEDx Kundapur und Hochzeit
Nordindien-Trip, Teil 3
Nordindien-Trip, Teil 2
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Bombay
Neues Zimmer-Neues Fahrrad-Neue Art zu Feiern
Ravi lernt seine indische Familie kennen
Schulausflug
Ein typischer Tag (3 Monatsbericht)
Wie lebt man eigentlich in...
Südindien-Trip
Tent School und Faber-Castell Kinderfonds
Die erste Woche im Projekt
Orientation Week
Durch den Monsun
Anreise
1 Woche bis Abflug
Vorbereitung in Deutschland

SCHULAUSFLUG
 

Wie sieht wohl die Planung aus, wenn eine indische Grundschule einen Schulausflug macht? Also ich kann berichten, dass es eine wirkliche Planung nicht gibt, und der Trip bis vor kurzen noch für den 21.12 geplant war. Da wir aber auch noch in den Zoo wollten, und in letzter Sekunde geschaut wurde, ob der auch offen hat (hatte er am Montag den 21.12 nicht) wurde der Ausflug kurzer Hand auf den vorherigen Samstag geschoben. Dass es für den Samstag dann keinen Bus gab, war eine andere Sache, aber die Inder sind gut im improvisieren und irgendwie hatten wir dann doch einen. Und was für einen. In einem etwas rostigen, aber robusten roten Bus ging es los und als ich in den Bus stieg, war die Feiern schon in vollem Gange. Morgens um 6.30 Uhr.

Die Kinder gröllten und jolten und von irgendwo her hatte der "Sport-und Disziplinslehrer" noch eine alte Autobatterie, Boxen, Verstärker und ein Mikrofon aufgetrieben, womit dem Bus richtig eingeheitzt wurde. Es wurden Kannadalieder gesungen und getanzt, bis wir zum ersten Tempel kamen, kurz austiegen, ein Foto machten und weiterfuhren. Von dort ging es dann weiter zum Strand, wo wir frühstückten, zum Flughafen, einer Molkerei, zwei weiteren Tempeln, einem Zoo und am Ende noch einem Tempel. Wie wir das alles an einem Tag geschafft haben, ist damit zu erklären, dass man sich nicht alles in Ruhe anschaut und ein wenig verweilt, sondern es geht hier eher nach dem Motto: Rein in Zoo, alles kurz anschauen, Foto machen (das ist ganz wichtig) und weiter gehts.

Die Busfahrten zwischendurch entwickelten sich aber zum weiteren Highlight, da jetzt auch die Lehrer zum Tanzen und Singen aufgefordert wurden. Und so kam es, dass ich auch meine zwei Kannadalieder und Tanz zum Besten geben durfte (oder musste). Auch die Schulleiterin musste nach etwas überreden und anfeuern der Kinder ran, und mir viel auf, dass die Inder vieles sind, aber bestimmt nicht spießig.

Als wir Abends gegen 22.00 Uhr wieder in Mullikatte ankamen, wurde es langsam ruhiger im Bus, aber einige Kinder hatten immer noch die Kraft zu singen. Ich war völlig fertig, aber glücklich, so ein "Energiefeuerwerk" der Kinder und Lehrer miterlebt zu haben.





 
Unser Bus, für ca. 50 Leute ausgelegt und mit 80 beladen.  
Hema und Latha beim Singen 
Zwei meiner Schüler aus der 8. Klasse  
Shashikant, der Sportlehrer und Animator während des Trips  
Udupi liegt ca. 40 Kilometer südlich von Kundapur 
 
Lakshman ist zwar eigentlich schon aus dem Alter einer Grundschülers, aber da er einige Jahre nicht in die Schule ging, muss er das jetzt nachholen. Dafür tanzt er verdammt gut 
Am Kapu Beach 
 
Im Pilikula Zoo 
Die Molkerei und Fabrik, in der Milch für die Region produziert wird 
Ein weiterer Tempel in Mangalore, wo wir Mittag gegessen haben. In Tempeln ist Essen (Prasadam) generell kostenfrei für alle und jeden unabhängig von Religion oder sonst irgendwas. 
Unsere Schulleiterin wurde dann wie gesagt auch zum Tanzen aufgefordert... 
Ein Jain-Tempel in der Nähe von Mangalore 
Der, für die Gegend sehr bekannte, Sri Krishna Tempel in Udupi  
Verschwitzt und fertig mit dem Tanzen. Hema und Chethana