Sie sind hier: Berichte Südindien-Trip  
 BERICHTE
Abschlussbericht
Independence Day und letzter Schultag
Mayapur und Jaipur
Geschichten aus der Schule
TEDx Kundapur und Hochzeit
Nordindien-Trip, Teil 3
Nordindien-Trip, Teil 2
Nordindien-Trip, Teil 1
Letzter Schultag vor den Ferien
Bombay
Neues Zimmer-Neues Fahrrad-Neue Art zu Feiern
Ravi lernt seine indische Familie kennen
Schulausflug
Ein typischer Tag (3 Monatsbericht)
Wie lebt man eigentlich in...
Südindien-Trip
Tent School und Faber-Castell Kinderfonds
Die erste Woche im Projekt
Orientation Week
Durch den Monsun
Anreise
1 Woche bis Abflug
Vorbereitung in Deutschland

SÜDINDIEN-TRIP
 

Das indische Schuljahr beginnt im Juni und endet im März mit ca. drei Wochen Prüfungen. Da mein Freiwilligendienst aber im September begann, hieß es nach einer Woche Unterricht erstmal, dass Ferien sind. Den genauen Grund, oder den Namen der Ferien hab ich nicht rausgefunden, zu der Zeit fand aber ein großes hinduistisches Fest (Dharsara) statt und die Schüler standen kurz vor ihren "Midterm Exams", sodass die Ferien auch zur Vorbereitung genutzt wurden.

Wir hatten uns entschlossen die 11 Tage, die nach dem Einblick in die Tent School noch frei waren, zu nutzen und den Süden Indiens zu erkunden. Mit dem Bus ging es zu erst zwei Studen über Schlaglochpisten nach Mangalore, einer großen Hafenstadt mit wenig Charm, und von da mit dem Nachzug nach Cochin.

Als wir morgens um vier mit dem Zug in Ernakulam (Bahnhof in der Nähe von Cochin, auch Kochi genannt) ankamen, und mit der ersten Fähre übersetzten, bot sich ein traumhaft verschlafenes Städtchen, das den Charm von 650 Jahren Handel mit Chinesen und Europäern, mit indischem Flair perfekt verband. Zum ersten Mal sah man "mehr Ziegen als Rikshas" (Zitat aus Lonely Planet India) und auch der Lärm, der in vielen Städten herrscht, war hier weitaus geringer.

Nach zwei Tagen und einigen Spaziergängen (Vasco da Gama ist hier gestorben und der Platz an dem er begraben war, kann besichtigt werden) machten wir uns, das sind Marta, Pia, Thomas, Steffi, Jenny und ich, auf den Weg nach Allepey, um auf einem Hausboot durch die Backwaters von Kerala zu fahren. Das Erlebnis, die Farben beim Sonnenuntergang, und die Wasserstraßen waren einfach traumhaft schön, und die Bilder beschreiben das besser als ich in Worten.

Weiter ging es dann, nach umsteigen in Trivandrum, der Hauptstadt Keralas, für einen kurzen Zwischenstop an den Strand von Kovalam, der aber sehr überlaufen mit Touristen war und wir uns entschieden, dann am Abend direkt an die Südspitze Indiens nach Kanyakumari zu fahren. Trotz der Schönheit Indiens fiel hier auch der Müll wieder auf, der ein zunehmenderes Problem in Indien darstellt. Selbst Züge besitzen keine Mülleimer, sodass alles, Papier, leere Flaschen, Plastik ect. rigoros aus dem Fenster geschmissen wird.

Unsere vorletzte Station war Pondicherry, eine ehemalige französische Kolonie an der Ostküste Indiens. Auch hier war die Symbiose von europäischer und indischer Kultur noch zu spüren und man sah Inder/innen an der Strandpromenade um fünf Uhr früh joggen.

Die Reise endete in Chennai, der Hauptstadt Tamil Nadus, wo wir bei anderen Freiwilligen wohnen konnten, die zur Zeit in Projekten für die Tsunamieopfer arbeiten.

Alles in allem war die Reise sehr interessant und lehrreich, und wir konnten den wahrscheinlich besten Koch für Parrota (Südindischer Teigfladen) in Kanyakumari ausfindig machen : )