Sie sind hier: Berichte Tent School und Faber-Castell Kinderfonds  
 BERICHTE
Abschlussbericht
Independence Day und letzter Schultag
Mayapur und Jaipur
Geschichten aus der Schule
TEDx Kundapur und Hochzeit
Nordindien-Trip, Teil 3
Nordindien-Trip, Teil 2
Nordindien-Trip, Teil 1
Letzter Schultag vor den Ferien
Bombay
Neues Zimmer-Neues Fahrrad-Neue Art zu Feiern
Ravi lernt seine indische Familie kennen
Schulausflug
Ein typischer Tag (3 Monatsbericht)
Wie lebt man eigentlich in...
Südindien-Trip
Tent School und Faber-Castell Kinderfonds
Die erste Woche im Projekt
Orientation Week
Durch den Monsun
Anreise
1 Woche bis Abflug
Vorbereitung in Deutschland

TENT SCHOOL UND FABER-CASTELL KINDERFONDS
 

Hallo : )

Über ein Monat ist jetzt vorbei und langsam lebe ich mich ein in Indien. Trotzdem gibt es jeden Tag immer noch Dinge gibt bei denen ich einfach nur staune. Wie schaffen es die Inder zum Beispiel 11 Leute in eine Riksha zu quetschen. Unser Rekord liegt bei 7 und das war verdammt eng. Egal.

Jetzt zur Tent School. FSL India betreut zwei Tent Schools in der Gegend um Kundapur. Dabei sind das keine richtigen Schulen, sondern kleine Zeltstädte von größtenteils Wanderarbeitern aus dem Norden Karnatakas, die nach der Reisernte in den Süden kommen, um irgendwie Arbeit zu finden. Da deren Kinder keine Schule besuchen und die Leute sehr arm sind, wird so versucht die Schule für die Kinder ein bisschen zu ersetzen.

Ich war, da in den staatlichen Schulen, also auch meinem Projekt, Ferien waren, zwei Tage mit drei anderen Freiwilligen in der Tent School um weitere Erfahrungen zu sammeln. Jedoch waren zwei Tage leider eher eine Art Pseudobeschäftigung, da "wir ja nicht gleich Ferien haben können", und so der Einblick und Austausch auch nicht so groß.Trotzdem haben wir gemeinsam in der Zeit einen alten Wasserturm, der sich neben den Zelten befindet und auch als Klassenraum fungiert angemalt (Farben und Pinsel haben wir von FSL India erhalten), mit den Kindern gesungen und ein Volleyballnetz aus alten Fischernetzen gespannt. (Ich war erstaunt rauszufinden, dass Volleyball Nationalsport Nummer in Indien nach Cricket ist)

Es bleibt zu sagen, dass es jetzt zwei Freiwillige gibt, die die Tent Schools weiter betreuen, bis die Leute zum nächsten Monsun wieder in den Norden aufbrechen.

Die zweite Sache, die ich kurz erwähnen möchte, ist die Übergabe der Sachspende vom Faber-Castell Kinderfonds. Ich hatte dort nach Spenden angefragt, und eine große Kiste mit Bastellmaterial erhalten. Als kleinen Nachweis, dass alles angekommen ist, sollte ich einige Fotos machen. Dabei sind die Fotos zugebenerweise sehr gestellt und entsprechen dem typischen Klische "Entwicklungszusammenarbeit", trotzdem bin ich froh darüber, so mit den Kindern malen und basteln zu können, da sich teilweise Geschwisterkinder einen Bleistift teilen. Wenn man dann verkündet "Heute zeichnen wir unsere Eltern" , rennen einige Kinder los und holen den Stift.

In der Schule fange ich jetzt an vor allem viel Musik zu machen und zu basteln, da diese Fächer im indischen Schulsystem nicht wirklich vorhanden sind. Da die Hauptkommunikationssprache dabei Englisch ist, und ich versuche leichte Satzstrukturen und Grammatik einzubinden, bleibt es auch immer eine Art Englischunterricht.

Unterrichtsfächer sind hier: Kannada, Hindi, Englisch, Social Studies, Mathe und Science. Später aber einmal mehr zu den Unterrichtsmethoden etc.



 
Linke Spalte: Tent School  Rechte Spalte: Faber-Castell Übergabe: Schulleiterin der Hosadu HPS und repräsentativ die dritte Klasse